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Ein Stück Geschichte:
 

Der Erste Weltkrieg entstand wie so oft aus Spannungen zwischen den Grosmächten. Bosnien-Herzegowina wurde 1908 durch Osterreich-Ungarn  eingegliedert. Seitdem wollten Bosnische und Serbische Nationalisten Rache. Am 28 Juni 1914 wurde der Österreichischer Kronprinz Franz-Ferdinand mit seiner Gemahlin ermordet, als sie ein Staatsbesuch an Sarajevo brachten. Der Täter war Mitglied einer Bosnischen Bewegung welche wiederum Kontakten hatte mit einer Serbischen Terror Organisation. Für Österreich-Ungarn war es hiermit klar wer hinter den Mordanschlag steckte. Serbien wurde ein Ultimatum gestellt.Obwohl Serbien sehr entgegen kommend war, erklärte Östenreich-Ungarn  am 28. Juli 1914 den Krieg an Serbien. Deutschland musste so (als Verbündete von Österreich-Ungarn) auch in den Krieg ziehen. Am 2. August 1914 überschritten Deutsche Soldaten die Luxemburgische Grenze. Zwei Tage später wurde Belgien angegriffen. Groß Britannien kam Belgien zu Hilfe. Die Franzosen mobilisierten ihre Truppen am 1. August 1914. Der Erste Weltkrieg hatte seinen Anfang genommen.

 

Der Kronprinz und seine Gemahlin wenige Augenblicke vor ihrer Ermordung.

 

Der Attentäter wird gefasst.

 

Die Deutsche Heeresleitung dachte das man (jetzt wie man Belgien durchquert war) Frankreich in einer Art Zangenbewegung in kurzer Zeit in die Knie zwingen konnte. Dieser „von Schlieffenplan“ packte aber anders aus als man sich das vorgenommen hatte. Die Deutsche Armee wurde an den Fluss „Somme“ zum stehen gebracht und sogar ein Stück zurück gedrungen. Es entstand eine breite Front vom Belgischen Ieper bis hin zur Schweizer Alpen. Die Front verharrte und die Soldaten an beider Seiten waren gezwungen sich in der Erde einzugraben. So entstand der Grabenkrieg der so typisch wurde für den Ersten Weltkrieg. Die Soldaten lebten in den Graben in kürzer Entfernung zum Feind. An manchen Stellen betrug der Abstand bis zum feindlichen Graben weniger als zwanzig Meter. Das Stückchen  Grund zwischen den Gräbern hieß „Niemandsland“. Die Soldaten lagen andauernd unter Beschuss von feindlicher Artillerie. Vor allem die Deutsche Artillerie wurde berüchtigt um ihre andauernden schwere Artilleriefeuer. Man nannte es „Trommelfeuer“. Auch wurde im laufe der Schlacht Kampfgas eingesetzt. Am Anfang mittels Gasflaschen und später wurden Gasgranaten abgeschossen. Die entsetzlichen Umstände in den Gräbern (Gestank, Ratten, Läusen, Krankheiten und verweste Körperteile von gefallenen Kameraden) und das „Trommelfeuer“ wurde manchen Soldaten zufiel. Jederzeit lauerte der Tot auf einen. Zugleich hat der Artilleriebeschuss  manchen Soldaten zum Wahnsinn getrieben. Wer sich heut zu Tage Fotos und Filmbilder vom ersten Weltkrieg anschaut kann nur knapp erahnen wie schrecklich es an der Front her gegangen ist.  Keinen Menschen sollte man so etwas zutrauen. Viele von denen die das Glück hatten nicht von der Kugel oder Granate getötet zu werden hat es in den Wahnsinn getrieben.

 

Der „Von Schlieffenplan“ der leider nicht den gewünschten Erfolg brachte.

 

Anfang 1916 beschloss die Deutsche Heeresleitung zum großen Angriff  auf Verdun. Ziel war nicht die Einnahme von Verdun. Da Verdun für die Franzosen einen großen historischen Wert hatte, ging die Deutsche Heeresleitung davon aus dass die Franzosen alles daran setzen würden die Stadt zu verteidigen. Genau das war das Ziel. Man hoffte darauf dass die Französische Armee so zu sagen tot bluten würde. Am 21. Februar 1916 fing die Deutsche Großoffensive auf Verdun an. Im „Bois de Caures“ (Rabenwald) nördlich von Verdun ging ein immenses Trommelfeuer nieder. Die Erde rund um Verdun bebte. Die Schlacht bei Verdun war begonnen. Die Deutsche Armee ging davon aus dass nach dem Trommelfeuer der größte Teil der Französische Armee zerschmettert war. Man glaubte beim anschließenden Angriff der Deutschen Infanterie auf wenig Widerstand zu stoßen. Die Franzosen hatten sich aber während des Beschusses in ihre Unterstände und Gräbern zurückgezogen. Als die Deutsche Infanterie die Französischen Stellungen mit Flammenwerfer angriff, kämpften die Franzosen bis zum letzten Mann. Letztendlich wurde der Deutsche Angriff gestoppt. Wiederum endete der Angriff in einen Stellungenkrieg. Obwohl es die Deutsche Armee gelang, wichtige Forts ein zu nehmen (wie zum Beispiel Fort Douaumont und Fort Vaux) rückten sie nur sehr langsam voran. Immer wieder wurden sie gestoppt oder sogar zurück getrieben. Wirklich um jeden Meter wurde bitter gekämpft. Der Frontverlauf während der Schlacht bei Verdun war ein andauerndes hin und her. Der Gewinn oder Verlust an Boden war meistens nicht mehr als ein paar hundert Meter. Das Schlachtfeld bei Verdun hat dann auch der zweifelhafte Ruhm dass es das Schlachtfeld sei mit den meisten Toten pro Quadrat Meter. Wie gesagt verharrte der Frontverlauf um Verdun. Die Französische Armee gelang es über der so genannten „Voie Sacree“ (die Heilige Strasse) genügend Nachschub heran zu schaffen. Tag und Nacht fuhren die Lastwagen in endlosen Kolonnen  über diese Strasse an und ab. Während der Schlacht bei Verdun wurden allein schon von Februar 1916 bis August 1916 mehr als 30 Millionen Granaten abgefeuert. Die schwersten Geschütze verschossen Granaten die mehr als 1700 Kilogramm wogen. Derartige Geschosse hatten verheerende Wirkungen. Noch heut zu Tage ist der Boden des ehemalige Schlachtfeld besäht von Granattrichtern. Die eigentliche Schlacht bei Verdun dauerte noch bis ende Dezember 1916. Der Krieg dauerte noch bis November 1918.

   
 

Eine Deutsche 420mm Kanone oder „Dicke Bertha“.

Ein 210 mm Deutsches Mörsergeschoss.

 

 

   
  Trommelfeuer ... ...die Auswirkung ist heute noch zu sehen. (bei Fleury).  

 

 
 
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